Ein Sturz, ein harter Biss – und plötzlich ist ein Stück vom Zahn abgebrochen. Panik? Nicht nötig! Ob gefüllter Backenzahn abgebrochen, Zahnwand abgebrochen oder Zahn komplett abgebrochen: Moderne Zahnmedizin kann fast immer helfen. Entscheidend sind die richtigen Sofortmaßnahmen.
Bei Zahnmedizin am Königsplatz behandeln wir auch Zahnunfälle schnell und effektiv. In diesem Ratgeber erfahren Sie: Was tun bei abgebrochenem Zahn, wann muss ein abgebrochener Zahn gezogen werden, welche Behandlungsoptionen gibt es und was kostet die Wiederherstellung?
Ursachen: Warum brechen Zähne ab?
Zähne können aus verschiedenen Gründen abbrechen, wobei die häufigsten Ursachen traumatische Ereignisse und strukturelle Schwächungen sind. Bei Unfällen wie einem Sturz auf der Treppe, beim Sport oder durch einen Schlag ins Gesicht sind besonders die Frontzähne gefährdet, da sie exponiert liegen und die erste Aufpralllinie bilden. Auch Autounfälle können zu massiven Zahnverletzungen führen.
Harte Bisse auf unerwartete Gegenstände zählen zu den alltäglichen Risiken. Das Zerbeißen einer Nussschale, das versehentliche Kauen auf einem Obstkern oder das Knacken von Eiswürfeln kann selbst gesunde Zähne zum Abbrechen bringen. Besonders gefährdet sind dabei die Backenzähne, die die Hauptkauarbeit leisten. Viele Menschen kauen auch unbewusst auf Nichtkauen-Gegenständen wie Kugelschreibern herum, was die Zahnsubstanz ebenfalls gefährden kann.
Ein gefüllter Backenzahn abgebrochen ist ein häufiges Problem, denn große Füllungen schwächen die verbleibende Zahnsubstanz erheblich. Wenn nur noch wenig eigene Zahnsubstanz übrig ist und die Zahnwände dünn werden, steigt die Bruchgefahr dramatisch. Die Füllung selbst bietet nicht die gleiche Festigkeit wie natürlicher Zahnschmelz, sodass der Zahn unter Kaubelastung leichter nachgeben kann.
Karies zerstört die Zahnsubstanz von innen heraus und höhlt den Zahn regelrecht aus. In fortgeschrittenen Fällen kann ein Zahn komplett abgebrochen sein, manchmal bis hinunter zum Zahnfleisch. Wurzelbehandelte Zähne werden ebenfalls spröder, da der Verlust des Nervs den Zahn weniger elastisch macht und die Bruchgefahr erhöht.
Nicht zu unterschätzen ist auch das nächtliche Zähneknirschen, medizinisch Bruxismus genannt. Die ständige Dauerbelastung schleift die Zähne nicht nur ab, sondern erzeugt auch feine Risse in der Zahnsubstanz. Diese Mikrorisse werden mit der Zeit größer, bis irgendwann ein Stück des Zahns einfach abbricht.
Erste Hilfe: Was tun, wenn Zahn abbricht?
Wenn ein Zahn abbricht, ist es zunächst wichtig, Ruhe zu bewahren. Zähne können in den allermeisten Fällen repariert werden, und selbst komplett ausgeschlagene Zähne sind oft noch rettbar. Das abgebrochene Stück sollten Sie unbedingt aufheben und in einer Zahnrettungsbox, kalter H-Milch oder Frischhaltefolie aufbewahren. Wichtig ist dabei, das Bruchstück nicht an der Bruchfläche anzufassen, da es eventuell wieder angeklebt werden kann.
Falls die betroffene Stelle blutet, beißen Sie etwa zehn bis fünfzehn Minuten auf ein sauberes Taschentuch oder einen Mullverband und halten Sie den Kopf erhöht. Zur Vorbeugung von Schwellungen können Sie die betroffene Stelle von außen kühlen, am besten mit einem in ein Tuch eingewickelten Kühlpack. Bei Schmerzen helfen Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol nach Packungsanweisung.
Der wichtigste Schritt ist jedoch der sofortige Gang zum Zahnarzt. Bei großen Abbrüchen sollten Sie unverzüglich handeln, bei kleineren abgebrochenen Ecken spätestens innerhalb von 24 Stunden. Auch abends oder am Wochenende steht Ihnen der zahnärztliche Notdienst zur Verfügung. Bei AUX-DENT sind wir für Notfälle da!
Schweregrade von Zahnbruch
Die Behandlung hängt maßgeblich vom Schweregrad des Zahnbruchs ab. Bei einer kleinen Absplitterung, einer sogenannten Schmelzfraktur, ist nur der äußere Zahnschmelz betroffen. Sie bemerken, dass ein kleines Stück der Zahnecke fehlt, verspüren aber normalerweise keine Schmerzen. Die Behandlung beschränkt sich oft auf das Glätten der scharfen Kante oder eine kleine Kompositfüllung. Die Dringlichkeit ist gering, dennoch sollten Sie zeitnah einen Termin vereinbaren.
Beim mittleren Bruch, der Dentinfraktur, liegt das Dentin (Zahnbein) frei, und Sie spüren deutliche Empfindlichkeit auf süße, kalte oder heiße Reize. Ein größeres Stück des Zahns fehlt, weshalb eine Aufbaufüllung oder eventuell eine Krone nötig wird. Hier sollten Sie innerhalb von ein bis zwei Tagen zum Zahnarzt gehen.
Besonders dringlich wird es, wenn die Pulpa – der Zahnnerv – freigelegt ist. In diesem Fall leiden Sie unter starken Schmerzen, und es kann zu Blutungen aus dem Zahn kommen. Eine Wurzelbehandlung ist dann unumgänglich, gefolgt von einer Krone. Zögern Sie nicht und suchen Sie sofort zahnärztliche Hilfe auf.
Wenn der Zahn komplett abgebrochen ist bis hinunter zum Zahnfleisch und nur noch die Wurzel bleibt, oder wenn die Zahnwand abgebrochen ist und der Zahn regelrecht zerfällt, benötigen Sie eine umfassende Behandlung. Diese umfasst typischerweise eine Wurzelbehandlung, einen Stiftaufbau und eine Krone. Alternativ muss der abgebrochene Zahn gezogen und durch Zahnersatz ersetzt werden. Auch hier gilt: sofort zum Zahnarzt!
Am schwersten wiegt eine Wurzelfraktur, bei der nicht nur die sichtbare Zahnkrone, sondern die Wurzel selbst gebrochen ist. Der Zahn wackelt spürbar, und oft ist eine Extraktion unvermeidlich. Solche Wurzelbrüche sind nur selten rettbar und erfordern sofortige zahnärztliche Intervention.
Behandlungsmöglichkeiten
Bei einer kleinen Absplitterung reicht oft eine simple Politur aus, um die scharfe Kante zu glätten. Für ein ästhetisch ansprechenderes Ergebnis eignet sich eine Aufbaufüllung aus Komposit. Dieser zahnfarbene Kunststoff wird perfekt an die natürliche Zahnform angepasst und ist besonders für Frontzähne ideal. Die Kosten liegen zwischen 50 und 150 Euro. Wenn das abgebrochene Stück noch vorhanden und unbeschädigt ist, kann es sogar mit speziellem Kleber wieder angeklebt werden – eine Lösung, die jahrelang halten kann. Bei AUX-DENT verwenden wir hochwertige Kompositfüllungen.
Mittlere Brüche erfordern größere Aufbaufüllungen mit Composite, die zwischen 100 und 250 Euro kosten. Alternativ kommt eine Teilkrone aus zahnfarbener Keramik infrage, die nur den beschädigten Teil des Zahns abdeckt. Diese elegante Lösung kostet etwa 400 bis 700 Euro.
Bei großen Brüchen, wenn die Zahnwand abgebrochen ist, wird eine Vollkrone notwendig. Der Zahn wird überkront, wobei Vollkeramik die beste Ästhetik bietet und den geschwächten Zahn schützt. Der Ablauf umfasst gegebenenfalls zunächst eine Wurzelbehandlung, dann eine Aufbaufüllung oder einen Stift und schließlich die Krone selbst. Je nach Material müssen Sie mit Kosten zwischen 500 und 1.200 Euro rechnen. Mehr über Kronen bei AUX-DENT
Wenn der Zahn komplett abgebrochen ist, gibt es zwei Hauptoptionen. Ist die Wurzel noch gesund, kann der Zahn durch eine Wurzelbehandlung, einen Stiftaufbau aus Metall und eine Krone erhalten werden. Diese Option kostet etwa 800 bis 1.500 Euro. Ist der Zahn nicht mehr erhaltungswürdig, muss er extrahiert und durch Zahnersatz ersetzt werden. Ein Implantat stellt die beste Lösung dar und kostet zwischen 1.500 und 3.000 Euro, während eine Brücke 1.000 bis 2.000 Euro und eine Prothese 500 bis 1.500 Euro kosten. Bei AUX-DENT beraten wir Sie zu allen Optionen.
Abgebrochenen Zahn ziehen: Wann ist es nötig?
Eine Extraktion wird nur dann in Betracht gezogen, wenn die Wurzel gebrochen ist, der Zahn zu tief unter das Zahnfleisch abgebrochen ist, die Karies zu weit fortgeschritten ist oder der Zahn aus anderen Gründen nicht mehr erhaltungswürdig erscheint. In allen anderen Fällen hat der Zahnerhalt oberste Priorität, denn jeder eigene Zahn ist wertvoller als selbst der beste Zahnersatz.
Krankenkasse: Was wird bezahlt?
Bei der gesetzlichen Krankenkasse werden Composite-Füllungen seit 2025 als Kassenleistung für alle Zähne übernommen – sowohl im Front- als auch im Seitenzahnbereich. Keine Zuzahlung nötig! Für Kronen erhalten Sie einen Festzuschuss für die Regelversorgung in Höhe von etwa 250 bis 400 Euro, während Sie die Differenz für Vollkeramikkronen selbst tragen. Wurzelbehandlungen werden bei Frontzähnen und Prämolaren von der Kasse übernommen, bei Backenzähnen nur dann, wenn der Zahn als erhaltungswürdig eingestuft wird. Private Krankenversicherungen übernehmen je nach Tarif zwischen 50 und 100 Prozent der Kosten.
Vorbeugung: Zahnbruch verhindern
Schützen Sie Ihre Zähne beim Sport durch das Tragen eines Mundschutzes, besonders bei Kontaktsportarten wie Boxen oder Hockey. Beim Essen sollten Sie vorsichtig mit harten Kernen, Nüssen mit Schale und Knochen umgehen und auf das Kauen von Eiswürfeln oder Nichtkauen-Gegenständen verzichten.
Wenn Sie große Füllungen haben, sollten Sie mit Ihrem Zahnarzt über eine Überkronung sprechen, um Brüchen vorzubeugen. Bei Zähneknirschen empfiehlt sich das nächtliche Tragen einer Schiene. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen helfen dabei, Karies früh zu erkennen und alte Füllungen rechtzeitig zu erneuern. Bei AUX-DENT prüfen wir bei Kontrollen auf Risse.
Häufige Fragen
Kann ein abgebrochener Zahn nachwachsen?
Nein! Zähne regenerieren sich nicht. Behandlung ist nötig.
Tut ein abgebrochener Zahn weh?
Kommt drauf an: Nur Schmelz → kein Schmerz. Nerv frei → starke Schmerzen.
Wie lange hält eine Aufbaufüllung?
5-10 Jahre bei guter Pflege. Kronen halten länger.
Muss ich sofort zum Zahnarzt?
Ja! Je schneller, desto besser die Rettungschancen. Besonders bei Nervenbeteiligung oder ausgeschlagenem Zahn.
Fazit: Abgebrochener Zahn ist kein Weltuntergang
Ein abgebrochener Zahn ist zwar unangenehm, aber fast immer behandelbar. Von kleiner Füllung bis zur Krone – moderne Zahnmedizin kann Ihren Zahn retten und ästhetisch wiederherstellen.
Bei AUX-DENT in Augsburg bieten wir:
- Schnelle Notfalltermine bei Zahnunfällen
- Ästhetische Füllungen für kleine Absplitterungen
- Hochwertige Kronen aus Vollkeramik
- Zahnerhaltende Therapien (Wurzelbehandlung, Stiftaufbau)
- Zahnersatz-Lösungen bei nicht rettbaren Zähnen
Ist Ihr Zahn abgebrochen? Rufen Sie sofort an: AUX-DENT Kontakt. Wir behandeln Zahnunfälle schnell und retten, was zu retten ist. Jede Minute zählt!
Zahnunfälle schnell behandeln – bei AUX-DENT!



